Architektur
Die Architektur der Leitsteuerung richtet sich nach der vom Fachbereich Fördertechnik Materialfluss Logistik des VDI veröffentlichten Richtlinie 4451 Blatt 7: Kompatibilität von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) - Leitsteuerung für FTS. Die Software wurde in Java entwickelt und nutzt das vom Fraunhofer IML entwickelte Software-Framework myWMS, das Basisfunktionen zur Kommunikation, Persistierung, Ereignissteuerung, etc. anbietet.
Bild: FTS-Leitsteuerung nach VDI-Richtlinie 4451 Blatt 7 (Klick auf das Bild öffnet grosse Version)
Der Aufbau der Leitsteuerung unterteilt sich in folgende Hauptkomponenten
- Transportauftragsabwicklung
Zuständig für die Zuordnung von Transportaufträgen zu Fahrzeugen, Koordination von Fahrzeugen und Regelung des Verkehrs.
- Interne Materialflusssteuerung
Ersetzt oder ergänzt eine übergeordnete Materialflusssteuerung. Sie kann mehrere Transportsysteme verbinden.
- Bedienerschnittstelle
Modellierung und Visualisierung bilden die Schnittstelle zum Einrichter und Bediener. Anlagenmodelle können erstellt, verwaltet und in Verbindung mit simulierten Fahrzeugen überprüft und optimiert werden.
Fahrkurs, Anlagenelemente und Aufträge werden in der Visualisierung angezeigt, dynamische Elemente erzeugt und verwaltet.
- Fahrzeugschnittstelle
Vom Fahrzeughersteller implementierbare Fahrzeugtreiber nehmen Fahraufträge und Streckeninformationen entgegen und reichen diese weiter an das FTF. Sie melden erreichte Meldepunkte und durchgeführte Aktionen zurück.
- Periphere Einrichtung
Anlagenelemente wie Taster, Schranken oder Fahrstühle können über RS232 oder TCP/IP eingebunden werden.
- Steuerungselemente
Konfigurierbare Komponenten, sogenannte Devices werden über externe oder interne Signale aktiviert und lösen Anlagenaktionen aus.