openTCS
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Was sind Fahrerlose Transportsysteme?

Definition nach VDI-Richtlinie 2510 "Fahrerlose Transportsysteme":

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind innerbetriebliche, flurgebundene Fördersysteme mit automatisch gesteuerten Fahrzeugen, deren primäre Aufgabe der Materialtransport, nicht aber der Personentransport ist.

Mehr dazu im Wikipedia-Artikel

Kontakt

openTCS interessiert Sie und Sie möchten Kontakt mit den Entwicklern am Fraunhofer IML aufnehmen? Wie Sie uns am besten erreichen, erfahren Sie auf der Kontaktseite.

openTCS ist eine herstellerneutrale und flexibel einsetzbare Leitsystem-Software für Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und andere Unstetigförderer wie Elektrohängebahnen (EHB) und mobile Montageplattformen. Sie wurde ursprünglich im Rahmen eines öffentlich geförderten Projektes entwickelt (für Details siehe die Info-Seite zum Projekt FAHRLOS). Seitdem wird die Codebasis vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund gepflegt und die Entwicklung weitergeführt.

openTCS kann als Leitsteuerung für praktisch beliebige automatische Fahrzeuge dienen. Bei der Integration und der Entwicklung benötigter Features unterstützt das Fraunhofer IML gern. Kontaktdaten dazu finden Sie unter Kontakt.

openTCS pluggable structure

openTCS ist

  • Herstellerneutral
    Die FTS-Leitsteuerung ist nicht speziell auf Fahrzeuge oder Komponenten eines bestimmten Herstellers ausgelegt. Stattdessen können durch die allgemein gehaltene Architektur der Software beliebige Fahrzeuge unterschiedlicher Typen und Hersteller (auch gleichzeitig im Mischbetrieb) eingesetzt werden. openTCS kann dadurch sowohl in neuen wie auch in bestehenden Fahrerlosen Transportsystemen als Leitsystem zum Einsatz kommen und zu einem Verbindungsstück zwischen den Technologien verschiedener Hersteller werden.

  • Freie Software/Open Source
    openTCS ist freie Software und kann von der Download-Seite heruntergeladen werden. Der Quellcode der Leitsystem-Software steht dort ebenfalls jedermann unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung. So ist es prinzipiell jedem Java-Entwickler möglich, z.B. Änderungen und Erweiterungen an einem Fahrerlosen Transportsystem vorzunehmen, welches ursprünglich von einem anderen Entwickler installiert wurde; dies senkt letztlich das Investitionsrisiko des Anwenders.

  • Plattformunabhängig
    Die Leitsteuerung setzt vollständig auf die Java-Plattform und ist dadurch auf jedem Betriebssystem lauffähig, für das eine Java-Laufzeitumgebung existiert (u.a. sowohl MS Windows als auch Linux, Mac OS X, BSD und andere Unix-Derivate).

Vorteile für den Anlagenbetreiber

Für den Betreiber steht im Vordergrund, die Investition in das Fahrerlose Transportsystem sicher zu wissen. Sicherheit bedeutet dabei vor allem, dass auch nichttriviale Erweiterungen und Änderungen an der Anlage langfristig möglich sind. Dazu zählen beispielsweise:

  • Anpassung von Kommunikationsprotokollen bei Hinzunahme neuer Fahrerloser Transportfahrzeuge, die möglicherweise andere Funktionalität/Eigenschaften aufweisen als die bisher eingesetzten (z.B. zur Durchsatzsteigerung oder zur Bedienung neuer Transportbedürfnisse)

  • Anpassung von Bediener-Schnittstellen an geänderte Betriebsabläufe

  • Anpassung von Host-Schnittstellen für weitere Systeme im Betrieb

Beim Einsatz proprietärer FTS-Leitsysteme kann oder will der Betreiber nur in wenigen Fällen selbst den Aufwand betreiben, die genannten Änderungen durchzuführen. Meist ist er darauf angewiesen, diese vom ursprünglichen Lieferanten des Leitsystems durchführen zu lassen. Auf openTCS basierende Systeme dagegen können prinzipiell von jedermann angepasst werden - Kenntnisse der Programmiersprache Java vorausgesetzt.

Vorteile für den Fahrzeuglieferanten

Lieferanten von Fahrerlosen Transportfahrzeugen benötigen für die Realisierung von Transportsystemen auch eine Leitsystem-Software, welche die übergeordnete Koordination mehrerer Fahrzeuge übernimmt. Sie müssen diese Software entweder selbst entwickeln, was einen nicht unbeträchtlichen Aufwand bedeutet, oder sie müssen es teuer zukaufen, was in der Regel den Spielraum für eigene Anpassungen einschränkt.

openTCS bietet einen sinnvollen Kompromiss zwischen beiden Varianten. Es erlaubt dem Fahrzeuglieferanten das Aufsetzen auf einer breiten existierenden Codebasis, mit der im günstigsten Fall die Realisierung eines Fahrerlosen Transportsystems ohne eigene Entwicklungsarbeit möglich ist. Gleichzeitig sind beliebige Änderungen an jedem Teil des offenen Systems möglich, z.B. um auf besondere Kundenwünsche einzugehen.